Moselweinbau

Ein Kommentar von Josef Kollmann:

Dank unserer guten Politiker und der in der Vergangenheit sehr gut arbeitenden Weinbaufunktionäre liegt an Mosel – Saar – Ruwer der größte Teil der Steillagen brach und ein 2000 jähriges Kulturgut ist weitestgehend zerstört worden.

Es wird in Zukunft wohl nur noch zwei weinbauliche Unternehmensstrukturen geben:

Die Selbstvermarkter:

Auf der einen Seite finden wir dienstleistungsintensive Selbstvermarkter, mit einem relativ kleinen Produktionsvolumen. Sie setzen ihre qualitativ hochwertigen Produkte über gastronomische Aktivitäten und zahlreiche Marketingmaßnahmen direkt an den Endverbrauch ab. Hier ist hauptsächlich der Familienbetrieb zu nennen, der in den verschiedenen Weinbaugebieten die deutsche Weinwirtschaft darstellt und repräsentiert. Die Betriebsleiter sind fast „Supermänner“ die Produktion, Kellerwirtschaft, Marketing und Verkauf leiten. Gleichzeitig pflegen sie die historischen und regionalen Spezialitäten und grenzen sich damit vom internationalen Massenmarkt ab.

Die Traubenerzeuger:

Auf der anderen Seite stehen die Traubenerzeuger die in ihrem Unternehmen zwischen 15 ha und 20 ha Rebfläche bewirtschaften. In den Regionen, in denen die Produktionsbedingungen es zulassen (zu nennen sind Produktivität und Kostenstruktur), wird großtechnisch Weinbau betrieben. Die Unternehmer spezialisieren sich einzig und alleine auf die Traubenerzeugung. Ihre Hauptausrichtung ist die kostengünstige Produktion von vorgegebenen Qualitätsstandards; es werden keine Spitzenweine hergestellt.

Die Idee der Firma WSL ist es, das Traubengut dieser Traubenerzeuger zu übernehmen.